Geschichtliches
Kaiser Josef II. hat im Jahre 1787 das Kloster St. Paul im Lavanttal aufgehoben. 1809 wurde das Kloster durch Mönche, die aus St. Blasien vertrieben wurden und in Spital am Pyhrn Zwischenstation gemacht hatten, wiederbesiedelt. Am 15. April 1809 um sieben Uhr abends wurde Fürstabt Dr. Berthold Rottler in St. Paul mit Böllerschüssen herzlich empfangen. Aus Anlass der 200. Wiederkehr dieser Wiederbesiedlung wurde im Jahre 2009 der Pilgerweg „Benediktweg“ von Spital am Pyhrn nach St. Paul eingerichtet. 40 Teilnehmer haben an einem Pilgermarsch auf diesem Weg teilgenommen, und sind am 26. April 2009 zur Eröffnung der Europaausstellung, die aus diesem Anlass in St. Paul veranstaltet wurde, in St. Paul einmarschiert.
Die Idee für die Errichtung des Benediktweges stammt von Prof. Mag. Ernst Leitner, die geistliche Patronanz für diesen Weg hat der Dekan des Stiftes St. Paul, Mag. P. Siegfried Stattmann OSB übernommen hat.
Den Ehrenschutz haben in freundlicher Weise die Äbte von Admont, Abt Mag. Bruno Hubl OSB, von Seckau Abt Dr. Johannes Gartner OSB und von St. Paul Abt Dr. Heinrich Ferenczy OSB, der Diözesanbischof von der Diözese Klagenfurt Gurk, Dr. Alois Schwarz sowie die Landeshauptleute von Oberösterreich Dr. Josef Pühringer, von der Steiermark, Mag. Franz Voves, und von Kärnten, Gerhard Dörfler, übernommen.
Auf diesem Pilgerweg liegen drei Benediktinerklöster mit drei Privatgymnasien. Zwischen diesen drei Schulen wurde aus diesem Anlass eine Partnerschaft geschlossen, wobei das Gedankengut des Hl. Benedikt´s gefördert und schulübergreifende Projekte die Zusammenarbeit vertiefen sollen.
Dieser Pilgerweg kann (soll) zukünftig im Sinne von Benedikt verlängert, weitere Benediktinerklöster eingebunden und durch Pilgerwege zwischen Monte Cassino in Italien bis ins nördlichste Kloster in Schottland Pluscarden verbunden werden.
Tu alles mit Rat, dann brauchst du nach der Tat nichts zu bereuen. (Benediktregel/Kapitel 3)
